Schockierende Neuigkeiten: Polyestier ist vom Aussterben bedroht!

Niemand konnte damit rechnen, wie schlecht es um die weltweiten Bestände von freilebenden Polyestieren wirklich steht.

Eine internationale Expertenkomission aus Biologen und Zoologen der Universitäten in Mainz, Brisbane und Nagasaki kamen nach ihrer über zwei Jahre andauernden Untersuchung zu einer traurigen Bilanz: In weiten Teilen Afrikas und Europas sind Polyestiere quasi ausgerottet! Die größten wildlebenden Bestände zählte das Forscherteam im südamerikanischen Grenzgebiet zwischen Brasilien und Urugay und den süd-westlichen Provinzen Chinas. In den nördlichen Regionen Amerikas und Russlands sind einzelne kleinere Herden beobachtet worden. Aber auch sie sind der ständigen Gefahr durch Wilderer ausgesetzt und die Zerstörung ihrer natürlichen Lebensräume bedroht sie zunehmend. Die friedliebenden Pflanzenfresser werden durch ihre auffallenden Farben und Muster vor allem im offenen Gelände zur leichten Beute.

 

Professor Akihiro Taimurani von der Fakultät für Umweltwissenschaften der Universität in Nagasaki fasst die dramatischen Erkenntnisse folgendermaßen zusammen:

„Vor allem die pinken und neongelben Polyestiere sind weltweit schon so gut wie komplett vernichtet. Die größten Herden an braunen oder grauen Polyestieren könnten durch ein sofortiges Jagdverbot mit viel Glück noch gerettet werden. Aber die Profitgier mächtiger Textilunternehmen und ihrer Lobbyverbände scheint eine solch weitgreifende politische Entscheidung in schier unerreichbare Ferne zu rücken.“

Das weltweite Aussterben der Polyestiere ist vor allem der enormen Nachfrage in der westlichen Welt geschuldet. Der Outdoor-Trend in Nordamerika und Europa hat sprunghaft zum Abschlachten von hundertausenden Polyestieren geführt. Tonnenweise wurden Polyestiere in allen Farben und Größen geschlachtet und zu Outdoorjacken, Fleecepullovern und Softshellwesten verarbeitet. Das unkontrollierte Morden beklagen Tierschützer nun schon seit etlichen Jahren. Aber erst durch die schockierenden Fakten, die die renommierten Wissenschaftler in ihrer Studie vorlegen konnten, ist es möglich geworden den Fokus der öffentlichen Diskussion auf den Schutz der bedrohten Tierart zu richten.

Taimurani betont, dass der Schutz der Polyestiere und die Erhaltung der gesamten Spezie nicht nur eine Frage politischer Entscheidungen sein kann, sondern vielmehr auch einen Bewusstseinswandel in den Köpfen der Konsumenten voraussetzt:

„Erst wenn viele Menschen sich dazu entschließen auf Produkte aus Polyestieren bewusst zu verzichten, wird die Nachfrage nach Polyestier-Produkten sinken und für die Textilhersteller wird sich die skrupellose Jagd nicht mehr rentieren.“

 

Bis dahin sei es aber noch ein weiter Weg, erklärt Taimurani, der mit sehr viel Öffentlichkeits- und Aufklärungsarbeit verbunden ist. Es bleibt zu hoffen, dass Taimuranis Bemühungen nicht zu spät ihr Ziel erreichen und sich auch zukünftige Generationen an bunten und kuscheligen Polyestieren erfreuen werden.



Polyestier - Text-Creator.com
Drei Polyestiere, die von Tierschützern gerettet werden konnten.

Diese drei Exemplare konnten glücklicherweise gerettet werden. Es handelt sich dabei um zwei Weibchen (blau und orange) und ein Männchen (rot). Die beiden Weibchen konnten im Herbst 2015 vor Wilderern bei Artigas (Urugay) an der Grenze zu Brasilien gerettet werden. Das Männchen ist bereits in der Aufzuchtstation im Mainzer Zoo zur Welt gekommen und mittlerweile vier Jahre alt. Die Mainzer hoffen inständig auf Nachwuchs und Iwan der junge Polyestierbulle hat auch bereits erste Annäherungsversuche an die südamerikanischen Schönheiten gestartet.

 

Polyestiere werden in Gefangenschaft bis zu 15 Jahre alt. Ihr charakteritisches buntes Fell gibt es in zahlreichen Variationen. Polyestiere sind vegetarische Säugetiere, die im dritten Lebensjahr geschlechtsreif werden. Zu dieser Zeit hat ihr Fell die intensivste Färbung und je älter sie werden, desto mehr verblasst die intensive Leuchtkraft. Deswegen sind gerade junge Tiere für die Softshell- und Hardshellindustrie so begehrt.